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Warum PIM seinen größten Nutzen im Zusammenspiel mit einer Composable Commerce Architecture entfaltet

PIM im Kontext: Die Rolle von Product Data in modernen Systemlandschaften

Viele Unternehmen führen ein Product Information Management System ein, um Ordnung in ihre Produktdaten zu bringen. Das ist ein sinnvoller Schritt. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass ein PIM allein nur begrenzte Wirkung entfaltet. Erst im Zusammenspiel mit anderen Systemen entsteht der Mehrwert, den moderne Omnichannel Commerce Organisationen erwarten.
Dieser Beitrag zeigt, warum PIM nicht isoliert gedacht werden darf, welche Rolle es in einer Composable Commerce Architecture einnimmt und gibt kompakte Hinweise, wie Unternehmen PIM sinnvoll in ihre Systemlandschaft einbetten können.

Was mit Composable Commerce Architecture gemeint ist

Unter einer Composable Commerce Architecture versteht man einen Ansatz, bei dem Systeme wie PIM, CMS, DAM und Commerce Plattformen klar voneinander getrennt sind und über definierte Schnittstellen zusammenarbeiten. Jedes System übernimmt eine eindeutig abgegrenzte Aufgabe und kann unabhängig weiterentwickelt oder ausgetauscht werden.

Im Unterschied zu monolithischen Lösungen entsteht so eine Architektur, die flexibel auf neue Anforderungen, Märkte und Omnichannel Touchpoints reagieren kann. In der Praxis bedeutet das, dass neue Frontends, Marktplätze oder B2B Portale angebunden werden können, ohne bestehende Systeme grundlegend umzubauen oder Datenstrukturen zu duplizieren. Produktdaten werden dabei nicht für einzelne Kanäle modelliert, sondern für unterschiedliche Nutzungsszenarien wiederverwendet.

Der Nutzen von Produktdaten zeigt sich in vielen Systemen

Ein PIM ist der zentrale Ort für strukturierte Produktdaten. Genutzt werden diese Daten jedoch in vielen Systemen. Shops, Marktplätze, CMS, DAM und weitere Plattformen greifen darauf zu und reichern sie an. Wird das PIM isoliert betrachtet, entstehen Medienbrüche, doppelte Pflege und widersprüchliche Logiken.

Typisch ist etwa die Situation, dass Produktattribute im PIM gepflegt werden, Marketingtexte jedoch zusätzlich im CMS entstehen und Variantenlogiken im Shop nachgebaut werden müssen. Gerade im Omnichannel Commerce wird deutlich, dass Produktdaten nicht für einen einzelnen Kanal gepflegt werden können, sondern konsistent über alle Touchpoints hinweg verfügbar sein müssen.

Isolierte Systeme führen zu Redundanzen und Workarounds

Wenn PIM, CMS, DAM und Commerce Plattform unabhängig voneinander arbeiten, entstehen zwangsläufig Redundanzen. Inhalte werden mehrfach gepflegt, Daten kopiert und Sonderlogiken pro Kanal aufgebaut. Diese Workarounds erhöhen die Komplexität und erschweren Wartung und Skalierung.

Ein häufiges Beispiel sind kanalabhängige Exporte, die individuell angepasst werden müssen, sobald sich Attribute oder Strukturen ändern. Was kurzfristig funktioniert, wird im Omnichannel Kontext schnell unübersichtlich und langfristig schwer beherrschbar.

 

Die Rolle von PIM wird erst im Zusammenspiel klar

In einer Composable Architecture übernimmt jedes System eine klar definierte Rolle. Das PIM verwaltet strukturierte Produktinformationen. Das CMS orchestriert Inhalte und Storytelling. Das DAM verwaltet Medien und Nutzungsrechte. Die Commerce Plattform steuert Preise, Verfügbarkeiten und Transaktionen.

Probleme entstehen meist dort, wo Systeme Aufgaben übernehmen sollen, für die sie nicht konzipiert wurden. Beispielsweise wenn redaktionelle Inhalte im PIM gepflegt oder Produktattribute im CMS nachgebildet werden. Klare Rollentrennung ist eine zentrale Voraussetzung für konsistente Omnichannel Erlebnisse.

Headless Product Information Management (PIM) Software | NovaDB kombiniert Headless PIM und Headless CMS und ermöglicht so die Verbindung von Produktmanagement und Storytelling. Der NovaDB Visual Editor unterstützt Marketer dabei, Customer Experiences flexibel und intuitiv zu gestalten.

Architektur betrifft mehr als nur die IT

Die Entscheidung für eine Composable Commerce Architecture ist keine rein technische Frage. Sie beeinflusst Prozesse, Verantwortlichkeiten und Arbeitsweisen. Produktdaten müssen so modelliert werden, dass sie von unterschiedlichen Fachbereichen verstanden und genutzt werden können.

In Projekten zeigt sich immer wieder, dass Omnichannel Vorhaben scheitern, wenn Architekturentscheidungen ausschließlich in der IT getroffen werden. Erst wenn Produktmanagement, Marketing und IT ein gemeinsames Verständnis entwickeln, kann PIM seine Rolle als verbindendes Element entfalten.

Handlungsempfehlung: Wie Unternehmen PIM sinnvoll einbetten

Wer PIM als Teil einer Composable Commerce Architecture etablieren will, sollte vier Punkte berücksichtigen.

  • Rollen der Systeme klar definieren
    Jedes System braucht eine eindeutige Aufgabe im Daten und Content Fluss. Überschneidungen führen langfristig zu Inkonsistenzen, insbesondere im Omnichannel Kontext.
  • Datenflüsse vor Integrationen denken
    Nicht die Schnittstelle steht am Anfang, sondern die Frage, welche Daten wo entstehen, angereichert und kanalübergreifend genutzt werden.
  • Schnittstellen konsequent nutzen
    Lose Kopplung erfordert saubere APIs. Echtzeitfähigkeit ist eine Grundvoraussetzung für konsistente Omnichannel Ausspielung.
  • Architektur schrittweise entwickeln
    Composable bedeutet nicht alles auf einmal umzubauen. Kleine, klar abgegrenzte Schritte schaffen Stabilität und Akzeptanz.

 

Fazit

PIM funktioniert nicht isoliert. Sein voller Nutzen entsteht erst als Teil einer Composable Commerce Architecture. Wenn Produktdaten, Inhalte, Medien und Commerce Funktionen zusammengedacht werden, entsteht die Flexibilität, die konsistente Omnichannel Commerce Setups erst möglich macht.

Als NovaDB Headless PIM unterstützen wir Unternehmen dabei, diese Grundlagen zu schaffen und PIM sinnvoll in bestehende Systemlandschaften einzubetten.

Wie sich PIM konkret in einer Composable Commerce Architecture verorten lässt und welche Rolle es im Zusammenspiel mit anderen Systemen einnimmt, vertiefen wir als NovaDB PIM im OMR Tool Talk am 18.03. um 09:30 Uhr gemeinsam mit Akeneo, novomind und Temel Kahyaoglu.

 

 

Tobias Denninger

Nach seinem Bachelorabschluss in Online Marketing an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) im Jahr 2021 startete er seine Karriere im Sales bei Noxum. Dort baute er fundierte Vertriebserfahrung auf und vertiefte kontinuierlich sein Fachwissen.
Seit 2022 ist er als Account Manager mit Schwerpunkt NovaDB tätig. In dieser Rolle betreut und entwickelt er Kundenbeziehungen weiter und realisiert passgenaue Lösungen auf Basis der NovaDB-Technologie, mit dem Ziel, nachhaltige Partnerschaften und messbaren Kundennutzen zu schaffen.

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